Wissenswertes und Osterbrauchtum
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Ostereier
  1. Ostereier aus Mardorf und Erfurtshausen Geschichte, Maltechnik, Muster, Formen, Sprüche und ihre Bedeutung von Margot Bieker
  2. Zum Verständnis unseres Ostereis Sprüche Motive und Symbol von Sonja Bieker
  3. 33. Erfurtshäuser Ostereiermarkt (Pressemeldung 2012)

Osterei -

copyright 2003 by Josef Dirschl, www.feiertagsseiten.deDas beherrschende Sinnbild unseres Osterfestes ist heute das Osterei. Nach alten Mythen ist die Welt aus dem Ei entstanden, oder die Götter gehen aus dem Ei hervor. Wer das Ei verzehrt, der verleibt sich nach dem mythischer Denken Kräfte des Ursprungs ein.

Die kirchliche Eierweihe ist schon im 4. Jahrhundert nachzuweisen. In dieser Zeit wurden Eier auch schon bunt bemalt, wie Funde aus der Gegend von Worms zeigen.

Um die Bedeutung des Eies hervortreten zu lassen, wird es gefärbt. Schon früh bezeugt ist die rote Färbung der Eier. Rot ist die Farbe des stärksten Lebens.

Sehr alt muss aber auch die Verzierung der Eier mit Sinnbildern sein, wie wir sie heute noch in vielen deutschen Landschaften finden.

Für die einen war die Eischale Sinnbild des alten Testamentes und der Kern des Eies Symbol des neuen Testamentes. Zum Osterfest werde der Kern zur „Nahrung der Gläubigen“




Osterei - von Albert Bieker
In den katholischen Ortschaften um Amöneburg, Landkreis Marburg-Biedenkopf, besteht ein jahrhunderte alter Brauch, zu Ostern nach überlieferten Motiven und Ornamenten Ostereier zu malen. Diese wurden früher von Mädchen an ihre Freunde und von Patentanten an ihre Patenkinder verschenkt. Auch die "Prominenz" des Dorfes, also Pfarrer, Lehrer und, wenn vorhanden, Arzt wurden so bedacht. Dieser Brauch war noch in den 1950er Jahren lebendig.

Die Hühnereier blieben früher voll und roh. In der heutigen Zeit werden sie meist ausgeblasen. Auf Ostereiermärkten sind diese traditionellen oberhessischen Ostereier sehr begehrt. Mit einer Stahlfeder (früher Gänsekiel) werden die Eier mit heißem, flüssigem Bienenwachs bemalt und beschriftet und dann in ein heißes Farbbad gelegt; danach wird das weich gewordene Wachs abgewischt und die gemalten Ornamente und Beschriftungen kommen als Negative zum Vorschein.

Die auf den Eiern aufgebrachten Ornamente finden sich auch an den heimischen Trachten, an liturgischen Gegenständen und im Kratzputz der Fachwerkhäuser. Die Beschriftung der Ostereier erfolgt in der altdeutschen Sütterlinschrift. Es handelt sich um Sprüche, die ebenso lange wie die Ornamente und Motive tradiert sind.

Auf Ostereiermärkten und im privaten Verkauf kann man diese traditionellen Ostereier erwerben. Hierbei spielt der "Erfurtshäuser Ostereiermarkt" eine besondere Rolle. Er gilt als der älteste Deutschlands und feiert am Wochenende des Palmsonntags vom 03. bis 05. April 2009 30jähriges Jubiläum. Der Veranstalter ist der Brauchtumskreis Mardorf-Erfurtshausen, der diesen Markt 1980 ins Leben gerufen hat und seither organisiert und dessen Vorsitzender ich bin. Aus räumlichen Gründen findet der Erfurtshäuser Ostereiermarkt seit vielen Jahren im Bürgerhaus Mardorf statt, wie Erfurtshausen ebenfalls ein Stadtteil von Amöneburg. Sehr erwähnenswert über den Ostereiermarkt ist noch, dass er immer von einer Ausstellung aus dem Bereich des heimischen Brauchtums begleitet wird. In diesem Jahr lautet das Thema "Gestricktes und Gesticktes".

Mit freundlicher Unterstützung von Albert Bieker
Titel: Osterei
Autor: Albert Bieker
Copyright: © by Albert Bieker, 35287 Amöneburg
gepostet von Albert Bieker am:
Date: 07.02.2009 11:19
E-Mail: albert.bieker@t-online.de





Osterei - von Joachim Schröder
"Wenn die Christen keine roten Eier mehr machen, geht die Welt unter!", heißt ein Spruch in Rumänien. Schon Jesus sieht im Ei, wie eines seiner Gleichnisworte bezeugt eine gute Gabe. Der Brauch, am Osterfest Eier zu segnen, geht bis ins 4. Jahrhundert zurück. Er ist kein heidnischer, sondern ein christlicher Brauch. Er war in der ganzen alten Christenheit von Mesopotamien bis nach Spanien in Übung. Das Ei, schon in vorchristlicher Zeit ein Symbol für das erwachende Leben, wurde von den Christen als Sinnbild für die Auferstehung Jesu besonders geschätzt: Wie das Küken die Schale durchbricht, so kommt Jesus lebend aus dem Felsengrab. Da in der Fastenzeit auf tierische Speisen verzichtet wurde, war das Ei, das man später auch bemalte und verzierte, ein ersehntes Ostergeschenk.

Mit freundlicher Unterstützung von Joachim Schröder
Titel: Osterei
Autor: Joachim Schröder
Copyright: © by Joachim Schröder
gepostet von Joachim Schröder am:
Date: 13.02.2009 18:20
Internet: www.joachim-schroeder.com



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